Schriftzug «Musarion»

Die vorliegende Homepage vereint Beiträge aus dem Umfeld des häuslichen Salon Musarion, den Doris und Peter Walser-Wilhelm unterhielten (→ mehr zu Musarion). Gäste und Mitwirkende wie das Künstler-Ehepaar Hegetschweiler (Beitrag 1) oder der Komponist, Maler und Schriftsteller Peter Mieg (Beitrag 2) und sein Umfeld (Beitrag 3) zählen dazu, aber auch Beiträge der Musarion-Gastgeber aus ihrer jahrzehntelangen Beschäftigung mit der Zeit um 1800 (Beiträge 4 und 5 und 6).

Aktuell zum 18. April 2022: → Doris Walser-Wilhelms Übersetzungen aus dem Briefwechsel Turgenev/Žukovskij → Raphael Walsers musikalische Reflexion über Peter Miegs »Für Doris«

Beitrag IV:
Etienne Pivert de Senancour (1770-1846): «Oberman»
Beitrag V:
Johann Georg Zimmermann (1728-1795)
Beitrag VI:
Edition Bonstettiana – Blick hinter die Kulissen

MUSARION. Zur vorliegenden Homepage

Peter Mieg , Handzeichnung mit blauer Tinte, Papierformat A5
Frontseite der Einladung zur Musik-Soirée im Salon Musarion, 13. Juni 1982, mit Christine Lacoste und Mark Varshavsky, Cello und Klavier.
Zu hören war u. a. Miegs Duo für 2 Celli »Les Images d’Epinal« (1971).

Das »Musarion« ist Ort der Musen, Ort der kulturellen Begegnung, der Öffnung für eine Kultur in ihrer täglichen Geschichtlichkeit. Doris und Peter Walser-Wilhelm, beide 1934 geboren, hatten während ihrer Familienzeit im Jahr 1974 in ihrer Stadtgemeinschaft die Bildung eines multikulturellen Begegnungszentrums angeregt und ab 1976 denselben Gedanken im Familien- und Freundschaftskreis durch eine freie Folge von kulturellen Anlässen im häuslichen Salon Musarion verwirklicht. Zu den Gästen und Mitwirkenden zählten Freundinnen und Freunde, welche auch in dieser Homepage als Beiträger erscheinen, in Beitrag 1 das Zürcher Künstler-Ehepaar Mutz und Max Hegetschweiler im zeit- und kunstgeschichtlich interessanten Briefwechsel aus den Zwischenkriegs- und Kriegsjahren 1933–1952, in Beitrag 2 der Lenzburger Komponist, Maler und Schriftsteller Dr. Peter Mieg in seiner Autobiografie, die im Salon Musarion redigiert wurde und ab 1986 unter dem Titel Laterna Magica in einem Privatdruck zugänglich war; wir haben uns erlaubt, in unsere Wiedergabe Zitate aus unsern Aufzeichnungen und Briefschaften einzufügen. In Beitrag 3 erscheint Peter Mieg als Briefkorrespondent in seinem Freundschaftstrio mit der Basler Malerin Marguerite Ammann und dem Basler Maler und Schriftsteller Franz Max Herzog; Ziel dieses editionswissenschaftlich unterlegten Beitrags ist die Wiederentdeckung des Schweizer Malers und Schriftstellers Franz Max Herzog, dessen Karriere durch die Ungunst der Kriegs- und Nachkriegsjahre, seine Auswanderung nach Frankreich (1949) behindert und seinen frühen Tod (1962) abgebrochen worden war. Unsere Bearbeitung des Beitrags verlief in den Jahren 2014–2019 parallel zur wissenschaftlichen Bestandesaufnahme des künstlerischen Nachlasses von Marguerite Ammann durch die Berner Kuntshistorikerin und Restauratorin Françoise Rohr-Stettler MA.

In den Beiträgen 4-6 wechselt der Blick zurück in die europäische Aufklärung und Romantik, Stammlande unserer Edition der Bonstettiana (www.bonstettiana.ch). Beitrag 4 ist die Reprise von Etienne Pivert de Senancour’s Briefroman Oberman (1804) in einer deutschen Übersetzung, die, aus dem Salon Musarion hervorgegangen, in ihrer Erstausgabe im Insel Verlag Frankfurt 1982 ein Geheimtip war und längst vergriffen ist.

Wenn man 85 und älter geworden ist, öffnen sich im Lebensrückblick seltsame Zusammenhänge und ebenso viele Fragen. Wieso unser Interesse an Senancour’s Oberman, damals um 1970? Der Rückblick ist Thema in Beitrag 6. Weshalb tun wir uns so schwer mit dem Erbe unserer schweizerischen Kulturgeschichte? Weshalb diese Trägheit in der Öffnung der Quellen? Das Seuchenjahr 2020 hat uns an einen um 1800 europaweit bekannten Schweizer Arzt erinnert, Johann Georg Zimmermann, an seine vierbändigen Reflexionen Über die Einsamkeit, letztmals veröffentlicht in Leipzig, bei Weidmanns Erben und Reich. 1785. (Beitrag 5)

Doris und Peter Walser Wilhelm